Erinnern wir uns noch daran, dass da vor etwa zwei Jahren Betonringe aufgestellt wurden? Ganz plötzlich und über Nacht waren sie da und niemand wusste, warum! Wenn man dann weiterhin durch die Von-Tungeln-Strasse fahren wollte, musste man sich auf einen Slalomkurs um die Betonringe einlassen.

Während der langen Jahrzehnte, bevor dieser Hinderniskurs aufgestellt wurde, konnte doch jeder entspannt mit dem Fahrrad oder dem Auto zur Siedlung mit den ostpreußischen Strassennamen hinter dem Moorhausenerweg gelangen – kein Problem.

Von Stund war es auf der Von-Tungeln-Strasse höllisch gefährlich geworden. Für Gegenverkehr war es zu eng geworden. Laufend musste gebremst und wieder angefahren werden, denn niemand wollte doch  mit seinem schönen Auto an den Betonhindernissen entlang schrammen.

So manches Mal gab es auch eine helle Aufregung darüber, wer denn zuerst fahren dürfe. Na klar, der Stärkere hat doch immer die Vorfahrt, das weiß doch jeder!

Irgendwann wuchs dann bei den Herren der Betonringe offenbar die Einsicht, dass es so nicht weiter gehen könne, und die Betonringe wurden durch schräg rot-weiß gestreifte Baken ersetzt.

Aber man hatte eine neue Raffinesse zur Verkehrsberuhigung eingebaut, einfach genial. Die Baken stehen sich jetzt an vier Stellen einander direkt gegenüber! Wenn nun zwei Verkehrsteilnehmer gleichzeitig die neuen Engstellen passieren wollen, darf keiner fahren.

Denn: die verkehrstechnisch völlig gleichberechtigen Baken fordern gebieterisch einen Stopp. Da muss man sich einigen! Entweder man sucht in einem sportlichen Faustkampf eine Entscheidung oder man findet – das wäre mein Vorschlag – bei einer guten Tasse Tee mit Kluntje friedlich eine gemeinsame Lösung, wer denn zuerst fahren darf.

Mit dem Aufstellen der Baken hatte man im Rathaus die Straßenverkehrsordnung kurzerhand außer Kraft gesetzt. Darin sind ungeregelte Verkehrssituationen nicht zugelassen, alles muss eindeutig geregelt sein. Aber in Varel?

 

KLARE KANTE – Wählergemeinschaft für Varel und Friesland