Mit freundlicher Genehmigung des parteilosen Autors Hans Joachim (Hajo) Teschner dokumentieren wir seinen Beitrag „Info im Irgendwo – Zur Informationsveranstaltung „Sport- und Bürgerpark“ Varel oder: Das Wischi-Waschi als Erkenntnisgewinn“:

„Beim Infoabend (27.05.2019) des Vareler Bürgermeisters Wagner zum Thema Sport- und Bürgerpark konnte man aus dem von ihm vorgetragenen Schwurbel aus Andeutungen, Power Point Folien & vagen Erklärungen auch konkrete Erkenntnisse herauspicken.

Konkret verwies Herr Wagner darauf, dass alle Überlegungen zum Sportpark vorläufig seien, dass die zwei Arbeitskreise sich Gedanken machten, dass die erste von ihm vorgestellte Skizze überholt sei, die Berechnungen ihren Lauf nähmen, man nichts versprechen oder prognostizieren könne, etwaige Fragen beim nächsten Mal beantwortet würden, er sich auf keinen Fall festlegen könne aufgrund der Komplexität des Gesamtvorhabens, denn dieser Abend sei lediglich eine Informationsveranstaltung über den Stand der Dinge, welche sich der gezielten Beantwortung (trickreich?) entzögen, und man möge sich doch auf die kommenden Arbeitsergebnisse freuen, die alle Kraft & Herrlichkeit, nein Herrlichkeit hat er nicht gesagt, also alle Kraft der Mitarbeiter quasi bis auf die Substanz absaugten, aber Jesus hat auch am Kreuz geblutet ohne zu jammern, ich entschuldige mich, das hat Herr Wagner auch nicht gesagt, sondern sogar hoffnungsvoll in die Gegend, nein, Zukunft geschaut, denn da würde sozusagen die Verwirklichungssonne aufgehen und der Tag der Entrückung, nein nein nein, des Freudigkeit aufgehen.

Konkret zum Waldstadion (Windallee). Das hatte bei dem sog. Sportstättenerstellungskonzept die Schulnote 5 abgekriegt. Auf die Frage eines Bürgers (sinngemäß), wer die Anlage so sehr hat verkommen lassen und ob die Stadt Varel als Träger ihrer Verantwortung dafür nicht nachgekommen sei, erregte sich Herr Wagner kraft seiner Fürsorgepflicht und verwies das zusammenzuckende Publikum darauf, dass Politik & Verwaltung stets ihr Bestmögliches gegeben hätten und er nicht zulasse, dass seine Mitarbeiter, die keine Fehler gemacht hätten, hier angegriffen würden. Auf die vorsichtige Nachfrage einer der Zurechtgewiesenen, wie es denn zu dem maroden Zustand gekommen sei, hatte Herr Bürgermeister die Schuldigen fix ausgemacht: Die Vereine & Sportler hätten es versäumt, ihre Anlagen zu pflegen.
Auf den Fragesteller ging Herr Wagner dann aber doch noch ein, indem er ihm anbot, privat, also unter 4 Augen, die Hintergründe aufzudecken.

Das zum Thema Transparenz & Bürgerinformation.

Konkret war auch die Aufstellung des (vorläufigen) Finanzplans zum Sportpark in Langendamm. Ein Vergleich zu den Kosten einer Ertüchtigung des Waldstadions stand nicht auf den Folien. Dabei hatte das SSEK diesen überschlagmäßigen Vergleich schon auf Seite 90 vorgelegt. Danach ergibt sich ein Kostenvorteil von über 1 Mio. Euro zugunsten des Waldstadions (in etwa gleiche Qualität wie Langendamm).

Hier ist die Aufstellung:

9.4.7 Finanzbedarf
Welcher Finanzbedarf für die neue zentrale Sportstätte erforderlich wird, kann valide erst nach einer ersten konzeptionellen Studie ansatzweise dargestellt werden.
Eine grobe Orientierung kann aber folgendermaßen aussehen:

Neubau Kampfbahn Typ B ca. 1.500.000,– €
Neubau Kunststoffrasenplatz ca. 880.000,– €
Zuschauertribüne ca. 950.000,– €
2 Kleinspielfelder mit Kunststoffbelag ca. 250.000,– €
Individuelle Bewegungsräume 150.000,– €
Individueller Kinderspiel(lern)platz 35.000,– €
Neues Vereinshaus ca. 1.000.000,–€
Erschließungskosten und sonstige Infrastruktur (derzeit unbekannt) _______________Minimum 4.765.000,–€

 

Bei den Betrachtungen zu den Kosten für die zentrale Sportstätte dürfen aber nicht die Aufwendungen/Kosten vernachlässigt werden, die anfielen, wenn diese Anlage nicht realisiert werden kann.
Dann wären zwingende Leistungen auf der Sportanlage Windallee erforderlich. Diese würden sich in etwa wie folgt darstellen:

Rekonstruktion Kampfbahn inkl. Ausbau zu Typ B ca. 1.500.000,– € mit vollwertigen Segmenten, sowie Trainingsbeleuchtung u. a. (die Kosten sind wie ein Neubau anzusetzen)
Zuschauertribüne (evtl. auch kleiner möglich) ca. 750.000,– €
Umbau vorderer Hartplatz auf Kunststoffrasen ca. 800.000,– € mit Trainingsbeleuchtung u. a.
Schaffung von 2 Kleinspielfeldern mit Kunststoffbelag ca. 250.000,– €
Sanierung und Erneuerung der inneren Erschließung ca. 80.000,– € _________________Minimum 3.380.000,– €

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