Das Waldstadion, die Rasenflächen an der Windallee, die Wiesen bei der Weberei und der Stadtwald haben ein hohes Entwicklungspotenzial für den Sport.

In den letzten Jahren ist der Vareler Stadtwald zu einem beliebten Treffpunkt der Freizeitsportler geworden. Zunächst sah es nach der Übernahme des Stadtwaldes durch das Forstamt Neuenburg danach aus, als ob der Stadtwald auf reine Holzproduktion umgestellt werden sollte. Jetzt findet man für den Sport dort ein ideales Revier vor, in dem man beim Radfahren, Joggen, Walken und auch beim spazieren gehen seinen Spaß finden kann.

In den umliegenden Ortschaften sollen die vorhandenen Sportanlagen repariert und wieder in einen guten Zustand versetzt werden, sodass dort Schul-, Vereins- und Freizeitsport möglich sind. Das ist eine richtige Entscheidung. Warum aber dann im gleichen Atemzug die Stadt Varel ihr großes Sportfeld in einer idealen Lage verlieren soll, dafür sind Gründe völlig unerfindlich. Im Bereich des Sports spricht alles für die Erhaltung.

In der Nachbarstadt Rastede hat man in geduldiger Arbeit in vielen Jahren wunderschöne Sportanlagen in die Natur gebaut. In Varel sind sie vorhanden, und seitens Rat und Verwaltung wendet man viel Energie darauf, sie zu zerstören, anstatt sie endlich in einen Zustand zu versetzen, in dem ein geregelter Sportbetrieb möglich ist.

Im Schatten einer Fabrik sollen stattdessen 3 Kunstrasenplätze entstehen! Ist das eine verantwortungsvolle Politik für die Interessen der Vareler Bürger? Davon können wir nichts erkennen!

Momentan befinden sich die Vareler Sportanlagen in einem bedauernswerten Zustand. Man hat den Eindruck, dass man sie über Jahre hinweg absichtsvoll soweit hat verlottern lassen, dass der Sportbetrieb immer mehr zum Erliegen kommt: Es macht einfach keinen Spaß mehr. Ganz deutlich: Die Mitarbeiter der Stadt tragen daran keine Schuld, sie liefern ordentliche Arbeit ab.

Natürlich muss man einiges Geld in die Hand nehmen, bevor man einen anspruchsvollen Sportbetrieb aufnehmen kann, wie es angemessen für das Mittelzentrum Varel ist. Ganz genau so, wie es für die umliegenden Ortschaften geplant ist. Das ist der richtige Weg.

Hinter all dem Gerede über ein neues Sportforum und Bürgerzentrum wächst langsam aber deutlich der Eindruck, dass es ausschließlich darum geht, für interessierte Investoren Bauland zur Verfügung zu stellen. Unsere Interessen als Bürger sind davon meilenweit entfernt.

 

Heiko Scheepker

(Für die KLARE KANTE – Wählergemeinschaft für Varel und Friesland)