Monat: Mai 2019

Strassenverhältnisse/Verkehrskonzepte – Fragen an den Bürgermeister der Stadt Varel

Sehr geehrter Herr Wagner,

ich bin seit über vier Jahrzehnten Fahr- und Verkehrslehrer. Mit der Wählergemeinschaft KLARE KANTE haben wie einige Fragen zu den Strassenverhältnissen und Verkehrskonzepten innerhalb und außerhalb der Stadt Varel zu stellen. Weiterlesen

Sportforum/Bürgerpark – Fragen an den Bürgermeister der Stadt Varel

Sehr geehrter Herr Wagner,

Die Wählergemeinschaft KLARE KANTE möchte Sie um die Beantwortung einer Reihe von Fragen bitten, die im Zusammenhang mit dem geplanten Sportforum/Bürgerpark stehen.

Kürzlich ist bekannt geworden, dass der Stadt Varel ein Bundeszuschuss für die Realisierung des Sportforums in der Höhe von vier Millionen EURO zugesprochen worden ist. Wir möchten wissen, wie dieser Betrag verwendet werden soll. Es geht dabei um die Qualität von Kunstrasen, die zugehörige Ausgestaltung und die Lage des Projekts in der Stadt.

Niemand weiß, was Sie unter dem von Ihnen immer wieder in die Debatte eingebrachten sogenannten Bürgerpark verstehen. Außer Ihren irritierenden Floskeln gibt es dazu keine klaren Vorstellungen, geschweige denn bindende Beschlüsse. Wenn der Bürgermeister der Stadt ein Projekt wie einen Bürgerpark vorschlägt, dann erwarten wir selbstverständlich, dass er seine Vorstellungen dazu klar und deutlich in der Öffentlichkeit vorträgt.

Ganz allgemein weisen Sie fortlaufend darauf hin, dass mit dem Bau des Sportforums herrliche Zeiten für den Sport und die Freizeitgestaltung in Varel anbrechen werden. Wenn es jedoch an die Einzelheiten geht, werden Ihre Verlautbarungen zunehmend wortkarg. So verwundert es niemanden, dass in der Stadt Gerüchte über gravierende Veränderungen des Stadtbildes herumschwirren. Auch hier erwarten wir dringend Aufklärung. Weiterlesen

Wie kann man die Raser ausbremsen – Es hilft nur der Griff in den Geldbeutel (Von-Tungeln-Strasse 3)

Wenn zu schnell und mit einem zu hohen Risiko auf den Straßen gefahren wird, möchte man in unserer Stadt den Verkehrsfluss mit dem Einbau von Hindernissen verlangsamen.

Da werden schon in der Neuanlage von Straßen grün bepflanzte Bögen, die von der Seite in die Straße hineinragen, eingebaut, verschiedenartige Schwellen in das Pflaster gerammt oder geklebt, Betonringe oder in der milderen Form auch Baken aufgestellt und neuerdings auch ganze Felder von Holzpfählen eingesetzt. Das sind alles gut gemeinte Aktionen.

Aber sie führen nicht zum Ziel, einen ruhigen und stetigen Verkehrsstrom mit möglichst geringen Risiken für die Verkehrsteilnehmer zu erhalten. Alle diese Maßnahmen treffen zudem die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung, die verantwortungsvoll am Straßenverkehr teilnimmt und sich nichts zuschulden kommen lässt.

Warum sollen die vielen Vareler, die sich korrekt im Straßenverkehr verhalten, gezwungen sein, um gefährliche und überflüssige Hindernisse herum zu kurven?

Die überschaubare Zahl der Raser sollte beim Einbiegen in eine Straße, in der aus guten Gründen der Verkehr dauerhaft abgebremst werden muss, deutlich sichtbar die geforderte Geschwindigkeitsbeschränkung sehen können.

Verdeutlichen könnte man diese Forderung mit Apparaten, die mit grimmigen oder lächelnden Gesichtern und der Anzeige der momentanen Geschwindigkeit der Forderung nach Achtsamkeit im Straßenverkehr nachhelfen können. Bis zu diesem Punkt ist dieser Vorschlag reichlich naiv, so wird sich keiner von denen, die gemeint sind, daran halten.

Ergänzen muss man diesen Ansatz unbedingt mit dem Aufstellen von transportablen Geschwindigkeitsmessern.

Nur auf diese Weise, wenn es beim Zuwiderhandeln zu einem derben Griff in den Geldbeutel kommt, trifft man genau die, die gemeint sind und eine wirksame Abmahnung brauchen.

Über die Kosten eines „Starenkastens“ muss man sich keine Gedanken machen. Diese Anschaffungskosten sind nach der Erfahrung einiger Nachbarländer und vieler Städte in unserem Land in kurzer Zeit wieder „drin“.

 

KLARE KANTE – Wählergemeinschaft für Varel und Friesland

Anwohner wollen nicht mehr Slalom fahren – Die Strassenverkehrsordnung muss gelten (Von-Tungeln-Strasse 2)

Vor etwa zwei Wochen traf sich eine Gruppe der Anwohner an der Von-Tungeln-Strasse mit dem Bürgermeister.

Etwa eine Stunde sah man sich gemeinsam die Verkehrssituation an, bevor man sich verabredete, in der Mitte des Monats Mai endgültig eine vernünftige Lösung zu finden. So geht es nicht weiter.

Im Gespräch kam heraus, dass die Betonringe deshalb in die Von-Tungeln-Strasse gerollt worden waren, weil zwei Bürger um eine Verkehrsberuhigung nachgesucht hatten.

Damit auf keinen Fall ein falscher Eindruck entstehen kann: Gefährdungen unserer Bürger darf es nicht geben, auch oder gerade wenn es sich um einzelne Personen handeln sollte.

Dieser Bürger hatte sein Ansinnen damit begründet, dass er nicht rückwärts aus seiner Einfahrt auf die Strasse fahren wollte. Das musste er auch nicht.

Vielleicht hätte man bei einer ausführlichen Beratung darauf kommen können, dass unser Bürger rückwärts in seine Einfahrt hinein fährt, wenn er nach Hause kommt, und dann vorwärts wieder heraus, wenn er sich wieder auf den Patt macht.

Das wollte er offenbar nicht, oder war es ihm nicht zuzumuten?

Ja, und dann fanden die überschüssigen alten Betonringe vom städtischen Bauhof einen neuen Lagerplatz auf unserer Von-Tungeln-Strasse.

Trotzdem bleibt – zurückhaltend gesagt – rätselhaft, wie es möglich ist, ohne viel Aufhebens die Bewohner eines ganzen Stadtquartiers zum Slalomfahren anzuleiten!

 

KLARE KANTE – Wählergemeinschaft für Varel und Friesland

Slalomfahren auf der Von-Tungeln-Strasse – Ein Schildbürgerstreich (Von-Tungeln-Strasse 1)

Erinnern wir uns noch daran, dass da vor etwa zwei Jahren Betonringe aufgestellt wurden? Ganz plötzlich und über Nacht waren sie da und niemand wusste, warum! Wenn man dann weiterhin durch die Von-Tungeln-Strasse fahren wollte, musste man sich auf einen Slalomkurs um die Betonringe einlassen.

Während der langen Jahrzehnte, bevor dieser Hinderniskurs aufgestellt wurde, konnte doch jeder entspannt mit dem Fahrrad oder dem Auto zur Siedlung mit den ostpreußischen Strassennamen hinter dem Moorhausenerweg gelangen – kein Problem.

Von Stund war es auf der Von-Tungeln-Strasse höllisch gefährlich geworden. Für Gegenverkehr war es zu eng geworden. Laufend musste gebremst und wieder angefahren werden, denn niemand wollte doch  mit seinem schönen Auto an den Betonhindernissen entlang schrammen.

So manches Mal gab es auch eine helle Aufregung darüber, wer denn zuerst fahren dürfe. Na klar, der Stärkere hat doch immer die Vorfahrt, das weiß doch jeder!

Irgendwann wuchs dann bei den Herren der Betonringe offenbar die Einsicht, dass es so nicht weiter gehen könne, und die Betonringe wurden durch schräg rot-weiß gestreifte Baken ersetzt.

Aber man hatte eine neue Raffinesse zur Verkehrsberuhigung eingebaut, einfach genial. Die Baken stehen sich jetzt an vier Stellen einander direkt gegenüber! Wenn nun zwei Verkehrsteilnehmer gleichzeitig die neuen Engstellen passieren wollen, darf keiner fahren.

Denn: die verkehrstechnisch völlig gleichberechtigen Baken fordern gebieterisch einen Stopp. Da muss man sich einigen! Entweder man sucht in einem sportlichen Faustkampf eine Entscheidung oder man findet – das wäre mein Vorschlag – bei einer guten Tasse Tee mit Kluntje friedlich eine gemeinsame Lösung, wer denn zuerst fahren darf.

Mit dem Aufstellen der Baken hatte man im Rathaus die Straßenverkehrsordnung kurzerhand außer Kraft gesetzt. Darin sind ungeregelte Verkehrssituationen nicht zugelassen, alles muss eindeutig geregelt sein. Aber in Varel?

 

KLARE KANTE – Wählergemeinschaft für Varel und Friesland