Geplante Schließung der Oberschule in Obenstrohe

Mit großer Besorgnis haben wir von den Plänen des Landkreises Friesland und dem Rat der Stadt Varel Kenntnis genommen, die Oberschule in Obenstrohe kurzfristig zu schließen. Die abschließenden und endgültigen Abstimmungen darüber sollen bereits bis Mitte Dezember 2019 – vor Weihnachten und noch in diesem Jahr – abgeschlossen sein. Unter der Voraussetzung, dass sich für den Beschluss dieses Vorhabens eine Mehrheit finden sollte, werden danach statt bisher zwei Oberschulen in Varel und Obenstrohe nur noch eine Oberschule allein in Varel vorhanden sein, die Unterricht anbietet.

Mit aller Entschiedenheit protestieren wir gegen die Schließung der Oberschule in Obenstrohe. Ein Verzicht auf diese allseits geachtete und für ihre engagierte Tätigkeit bekannte Schule kommt für uns unter keinen Umständen in Frage. Das Bildungsangebot in Varel wäre deutlich geschwächt, eine Schließung ist nicht hinzunehmen.

Landauf landab bestärken sich Politiker aller Parteien gegenseitig in dem Vorsatz, in Deutschland eine große Bildungsoffensive in Gang zu setzen. Gleichzeitig werden nunmehr auf allen politischen Ebenen bedeutende Geldmittel für dieses Vorhaben bereitgestellt. Kürzlich hat es eine Änderung des Grundgesetzes gegeben, so dass in Zukunft die Bildungshaushalte der Länder, die für die Qualität des ganzen Schulwesens zuständig und verantwortlich sind, mit Finanzmitteln des Bundes aufgestockt werden können. Ganz offensichtlich hat sich allgemein die Überzeugung durchgesetzt, dass die Wahrung der Chancen für Bildung und Ausbildung eine Voraussetzung für ein selbst bestimmtes Leben sind. Diese Einsicht ist in Friesland möglicherweise noch nicht angekommen: Hier soll eine wichtige und unverzichtbare Schule in einer Nacht- und Nebelaktion geschlossen werden.

Wie passen eigentlich die politischen Signale zusammen, die in unserer Stadt gesetzt werden? Als es um den geplanten Discounter im Dorf ging, konnte der überhaupt nicht groß genug sein. Bedenken gegen mögliche Konkurrenzsituationen in Varel und Büppel wurden mit leichter Hand beiseite gewischt. Es ginge doch schließlich darum, einen jungen und aufstrebenden Ort mit allem zu versorgen, was denn zum Leben nötig sei. Es sei zudem mit steigenden Bevölkerungszahlen zu rechnen, der Zuzug und Nachfrage nach Bauplätzen sei ungebrochen. Da schließt sich prompt eine Frage an: Eine leistungsfähige gute Schule mit einem gediegenen Bildungsangebot würde da doch ins Bild passen? Aber nein, da muss es dann offensichtlich ganz andere Überlegungen geben, die uns verborgen sind: Die Schule wird geschlossen, so ist zumindest der Plan.

Hier ein Vorschlag zu den angeblich zu geringen Schülerzahlen in Obenstrohe: Alle Oberschüler aus der Landgemeinde gehen zur Schule in Obenstrohe, da sind dann auch die Schüler aus Büppel dabei. Für die Schüler aus dem Stadtgebiet ändert sich nichts. Bei etwa gleichen Einwohnerzahlen im Stadtgebiet und in der Landgemeinde werden so auch die Schüler gerecht „verteilt“ – beide Systeme wären auf Jahre hinaus „überlebensfähig“. So war es auch schon mal, und es hat gut funktioniert.

Der Vorläufer der Oberschule zur Erkennung des Neigungs- und Leistungspotentials der Kinder war die Orientierungsstufe, die jedoch in vielerlei Hinsicht dieser Aufgabe wegen der kurzen Dauer und auch organisatorischer Unzulänglichkeiten nicht gerecht werden konnte. In der Oberschule erhalten die Kinder durch einen längeren und auch sorgfältig ausdifferenzierten Unterricht bis zum Abschluss der Sekundarstufe I genügend viele Möglichkeiten, ihre weitere schulische Ausbildung zu planen und vorzubereiten. Eine behutsame Begleitung der Eltern und Lehrer hilft in jedem Fall, die Bildungschancen der Kinder möglichst weit auszuschöpfen. Auch deshalb ist ein enger Kontakt zwischen den Eltern und der Schule ein großer Vorteil für die Bildungschancen der Kinder.

 

Cornelia Papen
für die KLARE KANTE – Wählergemeinschaft für Varel und Friesland

Wundert sich noch jemand über den rasanten Niedergang der SPD?

Gegen die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller und die SPD-Landtagsfraktionsvorsitzende Johanne Modder und noch weitere Personen hat Barbara Thiel, die Landesbeauftragte für den Datenschutz, ein Prüfverfahren eingeleitet. Im Mittelpunkt dieses Verfahrens stehen die illegal veröffentlichten Chat-Protokolle des SPD-Landtagsabgeordneten Jochen Beekhuis. Es soll geklärt werden, ob mit dem Zugriff, der Weitergabe und dem Umgang mit dem geschlossenen privaten Chat es zu Verletzungen des Datenschutzrechts gekommen ist. Dazu müssen sich die Beteiligten demnächst einlassen. Sie müssen die Gründe für ihr Verhalten offen legen.

Das ist jetzt die Situation in der Nord-West-SPD, wie sie sich für den aufmerksamen Beobachter der politischen Szene darstellt: Auseinandersetzungen über wichtige politische Inhalte werden nicht mehr über eine offene Diskussion geführt, bei der Rede gegen Gegenrede steht und Argument gegen Argument gesetzt wird. Dieses einst zur DNA der Genossen gehörende Muster einer fairen Auseinandersetzung hat man offenbar entsorgt. Jetzt geht es um Rufmord, um die Vernichtung der politischen Laufbahn eines „Parteifreundes“; anders kann man es einfach nicht nennen.

Ein halbes Jahr ist es her, seit Siemtje Möller gegen Jochen Beekhuis in der Presse einen hinterhältigen Angriff geführt hat. Aus heiterem Himmel hat sie irgendwelche Textstellen zitiert, die angeblich aus einem illegal aufgebrochenen Chat von Jochen Beekhuis stammen sollen – niemand weiß es genau. Noch sicher gespeichert im privaten Chat oder als frei zugängliche Textbruchstücke im Netz: Es ist in unserem Land strikt verboten, in die Privatsphäre eines unbescholtenen Bürgers einzudringen. Und schon überhaupt nicht dürfen auf diese Weise gewonnene „Erkenntnisse“ ohne die ausdrückliche Einwilligung des Chatbetreibers in die Öffentlichkeit geblasen werden – wie es geschehen ist.

Siemtje Möller – als Abgeordnete des Deutschen Bundestages sollte sie ein Vorbild sein – hat mit ihren Veröffentlichungen in der Presse einen schwerwiegenden Vertrauensbruch begangen.

Viel erschreckender ist jedoch, dass die Partei SPD und leider auch die Presse die Anschuldigungen der Siemtje Möller einfach übernommen haben. Eine Prüfung des Materials, eine öffentliche kritische Bewertung hat es nicht gegeben. Auch die Mindestanforderung an eine faire Berichterstattung, die Rücksprache mit dem Beschuldigten, ist nicht erfolgt. Und weil alle so deutlich beiseite geguckt haben, konnte die Attacke von Anfang an eine große Wirkung entfalten. Die SPD hatte sich auf den Weg gemacht, sich von Jochen Beekhuis zu trennen.

Vor kurzem wurden die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion in Aurich aufgefordert, eindeutig Stellung zum „Fall“ Beekhuis zu beziehen, will sagen: man erwartete kurzerhand seinen Rauswurf aus der Fraktion. Dazu kam es nicht, anständige Leute stellten sich dagegen. Sie konnten keine juristischen oder politischen Gründe erkennen, die gegen ihr Fraktionsmitglied ins Feld geführt werden könnten. Im Landtag darf Jochen Beekhuis die SPD nicht mehr vertreten, im Kreistag von Aurich hingegen ist er willkommen. Da muss einiges geklärt werden, das wird für die SPD nicht einfach.

Neben der großen Politik darf man die Vorgänge an der Basis der SPD nicht aus den Augen verlieren. Schon im vorigen Jahr hat der traditionsreiche SPD-Ortsverein der Stadt Varel auf Betreiben von Siemtje Möller seine Selbstständigkeit verloren. Der Aufhänger dieser Prozedur war, wen wundert es, dass sie private Chatverläufe, die sie ohne Autorisation geöffnet hatte und nach einer freien Interpretation des Inhalts dem Kreisvorstand der SPD in Friesland zur Lektüre vorgelegt hatte. Auch da, wen wundert es, gab es keine inhaltliche Auseinandersetzung, sondern gerade mal eine Abstimmung. Niemand wollte nachfragen und eine Begründung für dieses Vorgehen einfordern. Stillhalten ist die Devise!

Der großen SPD, das ist nicht nur eine traurige Erfahrung, die man in unserer Region machen muss, geht ihre politische Substanz verloren. Die Diskussion, das sorgfältige Abwägen der unterschiedlichen Gewichtungen eines Problems bis zur Abstimmung, geht verloren.

 

Dr. Heiko Scheepker
für die KLARE KANTE – Wählergemeinschaft für Varel und Friesland

Die Giftmülldeponie in Dangast muss saniert werden

Alle, wirklich alle, wissen seit Jahrzehnten davon, wie und wo und auf welcher „Rechtsgrundlage“ der Abfall, der Müll und auch die Gefahrstoffe entsorgt worden waren, die da mit der Zeit in der Stadt angefallen sind.

Niemand, weder die Bürgermeister, der Rat und die Verwaltung, aber auch nicht die Bürger können irgendeinen vernünftigen Zweifel daran haben, wo all dieses überflüssige und in großen Teilen auch gefährliche Zeug geblieben war. Völlig ungesichert, irgendwo in
der Stadt – da liegt es noch heute. So wurde das Müllproblem vor der geregelten Müllabfuhr „geregelt“.

Überall wächst die Begehrlichkeit nach Baugrundstücken. Besonders an den schönen Lagen in unserer Stadt herrscht eine große Nachfrage, die lassen sich gut vermarkten.

Als nun vor einigen Jahren unbedingt ein „Portal“ am Strand von
Dangast gebaut werden sollte, wurde zur Finanzierung Geld gebraucht. Man verfiel darauf, einen bedeutenden Teil des Dangaster Kliffs an einen potenten Investor zu verkaufen.

Das muss man sich einmal vorstellen: Da sitzen der Bürgermeister, der Rat, die Verwaltung und der Kurdirektor, und ebenso auch die Vertreter der Käuferseite in langen vertraulichen Beratungsrunden über viele Tage, Wochen, Monate und vielleicht sogar Jahre beisammen, um sich über die Bedingungen des Geschäfts abzustimmen. Da geht es um Grundstücksgrößen und Baulandpreise und vielleicht auch noch einiges Kleingedruckte. Und keiner, wirklich keiner, will gemerkt haben, dass da irgendetwas nicht stimmt, dass es sich eigentlich um eine Mülldeponie handelt, über die da verhandelt wird? Ein solches Geschäft durfte nicht zustande kommen.

Ja doch, Bodenproben wurden dann später auch noch genommen, alles sollte doch seine Ordnung haben; belastbare Konsequenzen hat man daraus nicht ziehen können.

Kürzlich ist Material, das offensichtlich aus der Deponie ausgetreten ist, gefunden worden, das sich nach einer eingehenden Untersuchung als ein wirklich gefährlicher Schadstoff herausstellen könnte. Jetzt sollen flächendeckend neue Proben gezogen und auf Schadstoffe untersucht werden. Danach möchte man ein Ergebnis präsentieren. Damit werden wir uns gründlich beschäftigen.

Im Laufe der Zeit, da gibt es keine andere Möglichkeit, müssen sämtliche „wilden“ Deponien von Grund auf saniert werden.

Bei der jetzt offen zutage getretenen Ahnungslosigkeit aller Beteiligten am Grundstücksgeschäft in Dangast ist davon auszugehen, dass zukünftig niemand mehr mit Hinweisen auf besondere Gefahrstoffe und die Positionen ihrer Lagerung an die Öffentlichkeit treten will. Die
Gefahrstoffe der Stadt Varel sind über viele Jahrzehnte in großen Mengen in der Landschaft verteilt worden, in jeder der 34 „wilden“ Deponien könnten sie zu finden sein.

Zugegeben, die Sanierung wird viele Jahre dauern und viel Geld, sogar
sehr viel Geld, kosten. Dazu wird es sehr schwierige Verhandlungen geben; anfangen müssen wir sofort. Auf Amtsträger mit gutem Gewissen werden wir uns dabei nicht verlassen.

Wer soll diesen Spaß bezahlen, wer muss für dieses Debakel an unserem ehemals so schönen Strand in Dangast letztendlich geradestehen? Völlig klar, das ist die Stadt Varel, das sind wir alle! Grundstücke müssen frei von Lasten übergeben werden; so sieht es das Gesetz vor.

 


Heiko Scheepker
für die KLARE KANTE – Wählergemeinschaft für Varel und Friesland

Was steckt hinter der Affäre um Jochen Beekhuis?

Können wir uns noch daran erinnern, wie im letzten Winter, es muss wohl im Februar gewesen sein, unsere SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller bundesweit, aber ganz besonders intensiv in unserer Heimatregion, über Äußerungen in den regionalen Zeitungen erklärte, dem Landtagsabgeordneten Jochen Beekhuis auf der Stelle die kollegiale Zusammenarbeit aufzukündigen? Im Internet habe er ehrabschneidende Verleumdungen gestreut, sich über Frauen, Behinderte und gesellschaftliche Randgruppen extrem negativ ausgelassen. Das sei in einer derart menschenverachtenden Weise geschehen, dass jeder Kontakt zu diesem Beekhuis bis zur völligen Klärung der kritisierten Äußerungen strikt unterbleiben solle.

Die Zeitungen schrieben einstimmig, dass der Ausschluss von Jochen Beekhuis aus der SPD-Fraktion unmittelbar bevorstehe und auch mit seinem Rauswurf aus der Partei mit großer Wahrscheinlichkeit zu rechnen sei. Es versteht sich von selbst: Für ein solches Vorgehen, eben die Ächtung eines alten Parteigenossen, muss man gute Gründe für die Abkehr von einem langjährigen Weggefährten haben.

Man war natürlich neugierig darauf zu erfahren, was denn im Einzelnen dem Jochen Beekhuis zur Last gelegt wurde. Es war zu lesen, dass – offenbar ist das auch relativ einfach – eine größere Zahl von privaten Chats im Internet von einem jungen Burschen geknackt worden war. Darunter war auch der von Jochen Beekhuis. Alle Vorwürfe sollen aus dieser einen Quelle stammen.

Aber konnte denn Siemtje Möller ernsthaft davon überzeugt sein, private Unterhaltungen, die aus einem geschlossenen Chat entwendet worden waren und die nach der Offenlegung von jedem, der sie gelesen hatte, auch hätten verändert werden können, als wirksame politische Waffe zu benutzen? Ganz offenbar, denn dieses Muster ist bekannt – damit hatte sie schon in Varel Erfolg. – Dieser Sachverhalt wird durch die Datenschutzbeauftragte in Hannover überprüft.

Als es darum ging, den Vareler Ortsverein der SPD zu schließen, hat Siemtje Möller einen persönlichen Internetkontakt mit ausführlichen Gesprächen teilweise bizarr entstellt und mit haltlosen Vorwürfen angereichert, weitläufig in der Partei gestreut. In der Öffentlichkeit war davon nichts zu hören, aber innerparteilich war diese „Bearbeitung“ des Textes im Chat wirksam. Das Ende vom Lied: Der Ortsverein wurde geschlossen! Daraufhin hat der bis dahin amtierende Vorstand die Partei geschlossen verlassen – so stand es in der Zeitung.

Es ist zu beobachten, wie in den politischen Auseinandersetzungen der Anstand verloren geht. Aber es ist möglicherweise noch erheblich folgenschwerer, wenn eine Abgeordnete des Deutschen Parlaments vehement die Privatsphäre ihrer politischen Gegenspieler verletzt. Kann man davon ausgehen, dass die sensiblen Daten, die beispielsweise im Verteidigungs- und Petitionsausschuss zur Sprache kommen, dort noch sicher aufgehoben sind?

 

Heiko Scheepker

Die richtige Entscheidung wird auf den Weg gebracht. Waldstadion bleibt erhalten – in Langendamm wird neu gebaut

Nach einer längeren Beratungszeit, intensiven und oft auch deutlich kontroversen Debatten bis hin zu lautstarken Protesten ist die Frage, auf welchen Plätzen in Varel zukünftig Sport betrieben werden kann, zunächst entschieden.

Das Waldstadion und die angrenzenden Plätze bleiben in der heutigen Form erhalten, sie werden wieder instand gesetzt. Sie stehen weiterhin für den Übungs- und Trainingsbetrieb der Schulen und Vereine, und auch den Freizeitsportlern uneingeschränkt zur Verfügung.

In Langendamm bekommt der Leistungssport eine neue Sportanlage, die insbesondere für die beiden Disziplinen Fußball und Leichtathletik ausgelegt wird. Dieses Vorhaben ist im Planungsausschuss mit großer Mehrheit beschlossen worden. Es gilt als sicher, dass der Rat zustimmen wird. Weiterlesen

Position der KLAREN KANTE zum Ausbau der Sportstätten in Varel

Unsere erste Forderung besteht darin, dass die Erholungsflächen rund um die „Steinernen Pfeiler“ ohne jede Einschränkung erhalten bleiben. Das Waldstadion, die zugehörigen Sportplätze, die Weberei und der Stadtwald gehören den Bürgern der Stadt Varel. Für uns ist es der Bürgerpark „Steinerne Pfeiler“. Bereits vorliegende Pläne und Planskizzen für eine Wohnbebauung auf diesem Gelände weisen wir mit aller Entschiedenheit zurück.

Sollte es dazu kommen, dass auch nur ein kleiner Bereich unserer Sportstätten für die Wohnbebauung freigegeben wird, könnten die Eigentümer der neuen Häuser – so wird in der Regel von den Verwaltungsgerichten entschieden – jederzeit eine Einstellung des Sportbetriebs auf den angrenzenden Grundstücken durchsetzen.

Wenn diese Taktik laufend fortgesetzt würde, käme es ohne jeden Zweifel zu einem vollständigen Verlust aller unserer Sportstätten im gesamten Stadtgebiet von Varel. Weil wir diese Entwicklung befürchten, können wir einer Lösung mit einem Kompromiss – einerseits Sport, andererseits Wohnhäuser – nicht zustimmen. An den „Steinernen Pfeilern“ wollen wir Sport und Erholung, sonst nichts weiter.

Im Überleitungsvertrag der Besitzstände des TuS Varel an die Stadt Varel ist eindeutig festgeschrieben, dass die vorhandenen Anlagen erhalten, gepflegt, entwickelt und für den Sport weiterhin zur Verfügung gestellt werden müssen. Dieser Vertrag wurde gegen Ende der Fünfzigerjahre geschlossen.

So, wie wir diese Zeit seither übersehen können, hat sich die Stadt zu keinem Zeitpunkt an die Auflagen aus diesem Vertrag gehalten. Das war und ist immer noch am Zustand der Vareler Sportstätten deutlich zu erkennen.

An die Verpflichtungen, die der Stadt aus diesem Vertrag zur Förderung, Pflege und Entwicklung des Sports in Varel erwachsen, haben sich die zuständigen Bürgermeister und Mitglieder des Rates bis in diese Tage hinein nie gehalten. Weiterlesen

Neue Sportstätten und Grundstücksgeschäfte in Varel

Am Ortsrand von Varel sollen nach dem Vorschlag des Bürgermeisters ein Fußballplatz und ein Leichtathletikstadion gebaut werden. Diesen Vorschlag unterstützen wir, denn wir möchten, dass es in unserer Stadt ausreichend viele schöne und geeignete Sportstätten gibt.

Allerdings sollen wir dafür auf das Waldstadion mit den angrenzenden Sportfeldern verzichten. Die sollen verkauft werden, weil die Zuschüsse des Bundes für die neuen Projekte am Ortsrand angeblich nicht ausreichen.

Wir verstehen nicht, dass man zum Bau von neuen Sportstätten die vorhandenen Anlagen für den Sport an der Windallee zerstören und verkaufen muss. Dafür ist weit und breit kein vernünftiger Grund zu erkennen.

Gegen diesen Teil der Planung wenden wir uns aus guten Gründen mit allem Nachdruck. Wir brauchen beide Anlagen: die neuen Sportstätten am Ortsrand und genauso die kompletten Sportfelder mit dem Stadion an den „Steinernen Pfeilern“.

Das Geld für die Neubauten sollte nicht aus dem Bereich des Sports kommen, weil auf diese Weise kein Fördereffekt zu erreichen ist. Hier muss eine Position im allgemeinen Haushalt – das ist der Normalfall – eingerichtet werden.

Ein Nebeneffekt der Planungen des Bürgermeisters ist, dass in unmittelbarer Nähe des Stadtkerns große Flächen an wertvollem Bauland entstehen werden. Insgesamt ist mit überschlägig 7 ha zu rechnen.

Alle, denen die Entwicklung des Sports in Varel am Herzen liegt, sollten sich am Dienstag, dem 30. Juli 2019, pünktlich um 19:00 Uhr im großen Saal des Rathauses an der Windallee einfinden und die Gelegenheit nutzen, sich zu dem geplanten Projekt eine Meinung zu bilden oder besser noch mit eigenen Beiträgen an der Diskussion teilzunehmen.


Cornelia Papen
für die
KLARE KANTE

Satzung KLARE KANTE – Wählergemeinschaft für Varel und Friesland

Das ist der Plan

Wir haben für unsere Wählergemeinschaft den Namen KLARE KANTE gewählt. Damit betonen wir den Anspruch, die anstehenden Aufgaben und Probleme in Varel und Friesland klar und deutlich anzusprechen. Dabei wollen wir kein Blatt vor den Mund nehmen.

Unsere Themen

Es kann nicht die Aufgabe einer regional aktiven Wählergemeinschaft sein, die allgemeinen politischen Verhältnisse im Land zu regeln. Das wollen wir nicht, das können wir nicht.

Jedoch gibt es übergeordnete Aufgaben, bei denen wir uns nicht auf die Stadt Varel und den Landkreis Friesland beschränken können und wollen. Dazu gehören die Achtung der Würde des Menschen und das friedliche Zusammenleben aller Bürger. Unverzichtbar ist die Bewahrung unserer Lebensräume für die zukünftigen Generationen. Wir müssen und werden dabei mithelfen, dass es in unserer Region auch in Zukunft noch frisches Wasser, sauberen Boden und reine Luft gibt.

Unser Tätigkeitsgebiet sind die Stadt Varel und der Landkreis Friesland. Da sind Mindeststandards zu setzen: Wir alle brauchen bezahlbare Wohnungen im guten Zustand, faire Löhne an einem sicheren Arbeitsplatz, zukunftsfähige Ausbildung an unseren Schulen und einen dicht vernetzten Verkehrsverbund, mit dem wir unsere Ziele sicher erreichen können. Weiterlesen

Trainingsmöglichkeiten im Winter – Fußballer müssen auch im Winter trainieren können, um in den höheren Klassen konkurrenzfähig zu bleiben

In Varel sollen neue Sportplätze für den Übungsbetrieb der Vereine angelegt werden. Eine respektable Anschubfinanzierung in Höhe von etwa 4 Millionen EURO steht dafür zur Verfügung, die unsere Stadt im Rahmen einer bundesweiten Ausschreibung für dieses Projekt erhalten soll.

Die Fußballspieler möchten im Winter auf Kunstrasen trainieren, in der Diskussion ist die Rede von bis zu 3 Plätzen. Es steht außer Zweifel, dass man auf Kunstrasen im Winter wesentlich einfacher und erfolgreicher die Leistungsfähigkeit der Mannschaften verbessern kann, als auf aufgeweichten matschigen Plätzen, die eine Decke aus Naturrasen besitzen. Weiterlesen

Warum soll das Waldstadion verkauft werden?

Auch bei genauem Hinsehen ist weit und breit kein vernünftiger Grund zu erkennen, weshalb das Waldstadion verkauft werden muss.

Schon seit längerer Zeit wird in den Amtsstuben des Rathauses und in der Umgebung der Ratsversammlung darüber geredet, dass die Sportanlagen an der Windallee inklusive Waldstadion und Tivoli nicht mehr den modernen Ansprüchen genügen und dass es besser wäre, die Anlagen insgesamt zu verkaufen und vielleicht irgendwo im Gelände der Gemeinde neu wieder aufzubauen oder auch nicht. Weiterlesen

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